Reformation und Buchdruck erleben

Projekttag der Klassenstufe 7

Wie entstanden Bücher vor der Erfindung des modernen Buchdrucks? Und welche Bedeutung hatte der Buchdruck für die Reformation? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen bei einem abwechslungsreichen Projekttag auf anschauliche und praktische Weise nach.

Zu Beginn bauten die Schülerinnen und Schüler ein Kloster auf und erhielten Einblicke in das Leben und Arbeiten der Mönche. Dabei erfuhren sie, welche wichtige Rolle Klöster im Mittelalter als Orte des Glaubens, der Bildung und der Buchherstellung spielten.

Anschließend konnten sie in die besondere Atmosphäre eines mittelalterlichen Klosters eintauchen. Bei Klostergesängen lernten sie eine Form religiöser Musik kennen, die den Alltag der Mönche prägte. Danach probierten die Schülerinnen und Schüler selbst aus, wie im Mittelalter geschrieben wurde. Mit Tinte und Feder entstanden erste Schriftstücke. Dabei wurde schnell deutlich, wie viel Geduld und Geschick notwendig waren, um sauber und leserlich zu schreiben.

Im weiteren Verlauf stellten die Schülerinnen und Schüler ein eigenes kleines Buch her. Sie ordneten die Seiten und banden sie anschließend selbst. So konnten sie nachvollziehen, wie aufwendig die Herstellung eines Buches vor vielen Jahrhunderten war.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung des Buchdrucks. Zuerst gestalteten die Schülerinnen und Schüler den Anfangsbuchstaben des eigenen Vornamens kunstvoll. Diese Initiale diente als Vorlage für den späteren Druck. Anschließend wurde der vollständige Name auf die Vorderseite des selbst gebundenen Buches gedruckt.

Mit großer Begeisterung probierten die Schülerinnen und Schüler schließlich die Buchdruckpresse aus. Sie erlebten dabei unmittelbar, wie sich Texte mithilfe einer Druckplatte vervielfältigen ließen. Dadurch wurde verständlich, warum Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert eine so große Veränderung bewirkte.

Der Projekttag verband historische Informationen mit kreativem und praktischem Arbeiten. Auf diese Weise wurde Geschichte nicht nur vermittelt, sondern mit allen Sinnen erlebt.

Wir bedanken uns herzlich beim Team von Simplex et Callidus für die freundliche Betreuung und die interessanten Einblicke.

Anja Heyne